Herr Petersdorfer wurde 1930 in der Mehrmühle geboren. Sein Vater arbeitete dort als Müller und lebte mit der Familie in einer Dienstwohnung, wofür jedoch kein Zins bezahlt werden musste. Stattdessen musste die Miete mit Sonntagsdiensten zusätzlich zur normalen Wochenarbeitszeit abgearbeitet werden.

Aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses zum Arbeitsgeber beschloss Herr Petersdorfer sen. sich ein Eigenheim zu schaffen und kaufte sich 1924 ein Grundstück – damals zum Preis von 1 Schilling pro Quadratmeter.

1936 begann er mit dem Hausbau, was seinem Arbeitgeber gar nicht passte. So wurde er entlassen.

Das Grundstück an der Ecke Freiw.-Schützenstr. – Traundorferstr. Wurde komplett wirtschaftlich genutzt: Gemüseanbau, Hühner, Hasen und drei Schweine galten als Lebensmitttelreserven.

Um die Schweine füttern zu können, mietete Fam. Petersdorfer einen kleinen Ackerstreifen beim Hiassn (Mühlberger) an und half dafür bei der Ernte. Noch heute kann sich Herr Petersdorfer erinnern, wie er damals als Bub beim Erdäpfelklauben geflucht hat, während die anderen spielten.

Aber auch ein bitteres Erlebnis ist ihm noch in Erinnerung: 1936 starb die Großmutter und sein erst 14 Jahre alter Bruder.

Um das Begräbnis bezahlen zu können, mussten die drei Schweine – das letzte Kapital - verkauft werden. Doch der Fleischhauer nutzte die Notlage der Familie aus und drückte den Preis.

Vater und Mutter arbeiteten 1938 in der Spinnerei Kleinmünchen, ehe Herr Petersdorfer sen. einrücken und am Polenfeldzug 1939 teilnehmen musste. Dank seines Alters (geb. 1895) und seines kriegswichtigen Berufes (erlernter Müller) konnte er bald abrüsten und arbeitete weiterhin in der Stroblmühle Ebelsberg.

„Die Zeit, die wir in unserer Kindheit durchlebt haben, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen“ sagt Herr Petersdorfer. „Ein Semmerl war eine Kostbarkeit und hat es nur zu besonderen Anlässen gegeben. Zur Schuljause gab es Tag für Tag ausgetrocknetes Brot. Das Höchste war damals, wenn’s ab und zu mal Schweineschmalz drauf gab.“

Sonntägliche Familienspaziergänge führten über den Schiltenberg zum Kirchenwirt, wo sich Vater und Mutter eine Halbe Bier teilten und Herr Petersdorfer ein Kracherl spendiert bekam.

„Wir haben zwar nichts gehabt, waren aber dennoch zufrieden, da wir ohnedies nichts anderes kannten“ sagt er heute.

Ein besonders schlechte Erfahrung machte er mit der amerikanischen Besatzungsmacht im Sommer 1945: „Da mein Vater in der Stroblmühle arbeitete und deren Eigentümer einigen Waldbesitz hatte, durften wir Reisig zum Heizen sammeln. Zwei Leiterwägen mit Rossgespann wurden uns vom Grillwirt zur Verfügung gestellt. Nachdem der erste Wagen beladen war, wurde dieser vom Schiltenberg runter gebracht und auf der Höhe Kochlöffelberg neben der Bundesstraße aufgestellt. Danach fuhren wir mit dem zweiten Anhänger rauf.

Inzwischen kam meine Mutter mit einer Jause nach und beobachtete, wie ein amerikanischer Jeep daherkam und beim Leiterwagen stehen blieb. Einige Amis schnappten den Wagen an der Deichsel und schoben ihn Richtung Graben, so dass er seitlich kippte. Mit Gelächter fuhren sie weiter. Bei einer Affenhitze haben wir den Wagen zerlegen und wieder aufstellen müssen.“

Auch an einen Gefangenensammelpunkt beim Pichlingersee kann sich Herr Petersdorfer erinnern. Damals – 1945 – ging er nichts ahnend als 15jähriger zu den damaligen Schotterteichen um zu baden. Auf dem Weg dorthin traf er einige Pichlinger Bauern, die ihre Felder bearbeiteten. Sie fragen ihn, ob er nicht wisse, dass er sich wegen des Lagers auf „verbotener Zone“ befände. Die Bauern nahmen Herrn Petersdorfer dann in die Mitte und brachten ihn schleunigst aus der Zone, da die Gefahr bestand, dass auch er verhaftet und in das Lager gesteckt werden würde.

 

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