Sommersonntag am Pichlingsee

Von Hans Stützner, 1954

 

Linz am See

Hätte ich Geld, dann führ’ ich

Mit vollem Portemonnaie

Nach Capri oder Zürich

Und an den Gardasee.

Doch mangels der Valuten

Und weil ich völlig blank,

Such ich die Sonnengluten

Auf einer Schotterbank.

Die Börse zu entlasten,

Radle ich, käsebleich,

Nach Pichling oder Asten

Und an den Weikerlteich

Wie köstlich ist’s zu Baden

Auf dieser Kalksteinflur

Bei sechsundzwanzig Graden

Grundwassertemperatur.

Am Silberseegestade

Trifft sich die halbe Welt,

Gibt’s Bier und Limonade

Und braucht’s kein Eintrittsgeld

Manch’ Zug kommt mit Gerauche,

Mir tut sein Pfiff nicht weh,

Ich hab’ ja was ich brauche.

Ich bleib in Linz am See.

 

 

HEIL DIR SONNE!

HEIL DIR LICHT!

HEIL DIR LEUCHTENDER TAG!

 

Ein Sommersonntag am Pichlingsee

Wie oft hört man im Sommer in der Linzer Stadt, besonders in der Straßenbahn, wie Menschen einander fragen: "Warst du schon am Pichlingsee."

Es muss doch was dran sein, weil darüber soviel gesprochen wird. Nun ich will euch dorthin führen, ich bin ein einsamer Mensch, kommt mit mir! Wie freue ich mich schon auf einen schönen Badesommer.

 

Und es ist Sommer geworden,

sonnige warme Tage locken

uns aus dem Haus.

 

Der heutige Badeausflug führt uns zu den Pichlingseen und zum Christlwirt in die Schwaigau, (habt ihr alles mit was ihr nicht braucht). Als Ausgangspunkt wählen wir den Marktbrunnen im Markt Ebelsberg bei Linz.

Dorthin gelangen wir am zweckmäßigsten mit der Linzer Straßenbahn (wenn wir nicht über ein eigenes Fahrzeug verfügen). In Ebelsberg steigen wir in den elektrischen Zug ein und fahren auf der Strecke Ebelsberg – St. Florian bis zur Haltestelle Pichlingsee. (Siehe Fahrplan). Es ist dies die dritte Haltestelle. Die Erste heißt Ufer, die Zweite heißt Pichling und die Dritte eben Pichlingsee. Dort angekommen führt uns eine schmale Straße Nordostwerts über die große Wiener Bundesstraße und weiter auf unseren Sträßlein so ca. 6 Minuten bis zu einer Tafel mit der Aufschrift Beton-Waren, die nach rechts unseren Weg anzeigt. Der Weg hat ein leichtes Gefälle und schon nähern wir uns dem Queckteich. Er hat den Namen nach dem Unternehmer der den Teich ausbaggern ließ. Der Queckteich hat eine Länge von ca. 150 m und eine Breite von ca. 90 m, die tiefste Stelle ist bei 6 – 7 m. Es baden im Queckteich meist nur einzelne Personen, die Schwimmer sind, Alltagsmüde, die die einsame Behaglichkeit leiben oder auch noch ein zweisamkeitsbedürftiges Liebespaar. Wir spazieren am linken Ufer weiter in diesem Augelände, die Beine werden leichter, die Brust freier, eine stille Frohheit überkommt einem und alte Lebensgeister regen sich, wenn man bei leuchtendem, wolkenlosen Himmel frühmorgens hinaus wandert. Wir nähern uns dem großen Mohnblumen, sie scheinen hier besonders ihren Lieblingsplatz zu haben. Wir gehen links, nach rechts ist vorläufig der Weg wegen großer Schotterbaggerarbeiten gesperrt. Nur Fischer haben mit Erlaubnisschein Zutritt. Es sind hier gute Fischwässer. Voriges Jahr fing ein Fischer namens Lang einen 7 kg schweren Spiegelkarpfen und ein Schuldiener einen über 10 kg schweren. "Petri Heil", ihr Frühaufsteher! Wie du hier den Uferrand betritt’st und der silberglatte See vor dir liegt bist du der alten Welt entrückt. "Das ist der Golf von Linz ein Strand voller Zukunftspläne und Möglichkeiten". Eine wohltuende Stimmung teilt sich dir hier mit. (Hat man diese einmal kennen gelernt, zieht es einem immer wieder hieher). Ein Trillern und Tirilieren der Lerchen, das ist die Musik dazu. Sage mir, wo du an einem sonnigen Morgen mehr Lerchengesang vernommen hast und ich fahre dorthin. Wir umwandern nur zur Hälfte den See, an Verkaufskiosken, Bierhütten und an einer abseits liegenden Hütte mit 00 (nicht oh-oh lesen) vorbei, an großen Aufschriften, wie Standbad Pichling usw. Der große sowie der kleine Pichlingsee hat seinen Namen vom Ort Pichling geerbt und beide sind kurz vor und während des zweiten Weltkrieges ausgebaggert worden. Der große Pichlingsee hat eine Länge von ca. einem halben Kilometer und eine Breite von ca. 300 m, die tiefste Stelle dürfte bei 10 m liegen. Der kleine Pichlingsee hat eine Länge von ca. 300 m und eine Breite von ca. 200 m. Es ist geplant beide Seen einmal zu einem zu vereinigen. Das Wasser in beiden Seen ist sehr rein und sehr warm im Sommer. Es ist nicht selten, dass man hier zu Ostern schon Badende trifft, wenn das Wetter günstig ist. Die Seen sind mit allen Sportwasserfahrzeugen befahrbar, vom Segelboot, Zille, Schlauchboot, Schwimmmatratze Schwimmreifen bis zum primitiven Holzbrett. Auf dem Holzbrett sitzend, rudert man mit den Handflächen, oder auf zwei Schwimmreifen ein Brett darauf legen und anbinden und man hat ein billiges, praktisches Wasserruhebett zum Sonne. Ein ulkiges Fahrzeug für Kinder die schon schwimmen können. Am südlichen Strand sehen wir das Strandbuffet "Pichling am See". Wir verlassen nun ein Weilchen den großen See und nähern uns weiter in der Sonnseit’n dem kleinen Pichlingsee. Eine anmutige silbrig glänzendwellige Wasserfläche liegt vor uns. Lustig sieht man hier das Springen der tausende hier lebenden kleinen Silberfischlein an, die oft bis zu 20 cm über den Wasserspiegel heraushüpfen. Tausende Menschen kommen an einem schönen Sonn- oder Feiertag hieher und baden in den Seen, ohne dass man sich gegenseitig stört, und Platz ist genug für noch viel mehr. Autos in großer Anzahl, vollbesetzte Omnibusse, Motor- und Fahrräder bringen die Menschen zu den Seen, andere kommen per Bahn. Von nah und fern kommen jung und alt hieher zu diesen Kieswasserseen. Im Wasser sind sie sich alle gleich, hier herrscht der Einklang der Natur unter der Himmelsbläue. Alle holen sich die Kraft, alles Leben kommt aus dem Wasser. Der Sonnenschein gibt allen Sonnenbräune und es erfreut sich das wasserlustige Auge. Das Wasser bleibt eine Zufluchtstätte des Menschen in den heißen Sommertagen. Die verrücktesten Ideen finden hier Kühlung. Es plantschen hier Kinder neben den Alten und alle sind sie glücklich und froh. Aber wir lassen das Seewasser von der Vormittagssonne noch einige Stunden anwärmen und machen erst noch einen Abstecher zum "Christlwirt" in die Schwaigau.

Es sind ca. 3 Kilometer von hier aus dorthin, aber an einem so schönen Sonntagsmorgen nehmen wir diesen Fußmarsch gern in Kauf. Zugleich lernen wir die Gegend genauer kennen und ein Verlaufen gibt es ja nicht da wir doch von diesem Gebiet, die Planskizze mithaben. Diejenigen die mit der Bundesbahn hierher fahren, haben die Haltestellen Pichling und

Asten zur Verfügung. Wir sagen dem kleinen Pichlingsee adio und wandern ein Stück des Weges, den wir gekommen sind zurück. Rechts sehen wir auf dem Bahndamm Linz-Enns-Wien ein Meer von roten Steinnelken links auf Schotterhügeln, auf denen sich schon Humus gebildet hat, blaue Kornblumen und roten Mohn in großer Zahl, wir pflücken aber noch keine Blumen als höchstens eine zum Anstecken. Öfter kommen wir an Holunderbüschen vorbei, von denen der Volksmund sagt, man solle vor ihnen den Hut abnehmen.

Wir verlassen auch den großen Pichlingsee und wandern nordwestwärts, auf der schönen Straße, vorbei an einem Bauernhaus Pichling Nr. 9 bis zu einem Wiesensteig, der uns nach rechts zur Eisenbahn-Haltestelle Pichling führt. Nach dem Bahnübergang nähern wir uns einem großen Vierkanthof, dort sehen wir schon von weitem ein Schild mit dem Hinweistext zum Christlwirt. Also nach rechts führt uns die Straße in die Schwaigau. Auf dieser Straße spazieren wir bis zu einem Großbauernhof vor dem sich die Straße teilt. Wir halten uns links und in einigen Minuten haben wir unser idyllisches Ziel erreicht. Von hier führen alle Wege nach Rom, besser gesagt zum Christlwirt an dem Mitterwasser mit Zillenbetrieb und geplantem Campingplatz. Es ist zwar von hier aus von alldem noch nichts zu sehen, da der Schatten des Auwaldes noch seine Hand darauf hält, über dieses Fischerparadies. Im Vormittag-Sommersonnenschein spazieren wir an den letzten blühenden Wiesen mit hohem Graswuchs und an Feldraine bis zum Auwald, aus dem uns Kuckucksrufe entgegen grüßen.

Die Schwalben und Schwäbinnen streifen hier gerne über das Gelände, denn gern halten siech im feuchten Augrund Mücken als Futtertiere auf. Es geht ihnen nicht schlecht hier, besonders den Aufvögeln, in der grünbelaubten Natur, darum pfeifen, zwitschern und trillern sie auch nach Herzenslust. Auch wir nähern uns in zufriedener Stimmung dem Augewässer und schon haben wir unser Ziel erreicht. Der Auwaldgasthof-Christlwirt liegt vor uns in seiner ganzen Anmut, direkt an der Stadtgrenze vor Linz und ist eine der fremdartigsten reizvollsten Ausflugsziele der Linzer. Auch wir genießen alles hier Gebotene. Wie Gartenlaubenmusik, Gondelfahrten und einige Tänzchen auf der Tanzfläche im Gastgarten. Wo soll es schon lustiger sein, wenn nicht beim Christlwirt in der Schwaigau. Bevor wir von hier weggehen trinken wir auf das Wohl und die Gesundheit der lustigen Frau Greti und ihres Gemahls Ernstl, von dem sie immer sagt er wird nie ein richtiger Familienvater, worauf er nichts anderes zu sagen weiß als Gretilein, lass mir mein Lustig sein. – Bleibt nur so und erheitert uns weiter mit euren Späßen und guten Einfällen, die ihr uns kostenlos schenkt, (als höchstens dass wir euch unser Lachen immer wieder opfern müssen) und die leicht gekränkten Lilienstängel haben wir ja heute zuhause gelassen. Voll Späßen, in guter Stimmung wie ausgelassene Kinder, verließen wir diesen mit Auwald halb umbuschten Ausflüglergasthof und unser nächstes Ziel ist wieder der Pichlingsee. Da wir die Gegend bis dahin schon kennen, will ich euch eine drollige Geschichte erzählen. Es war ein regnerisch aussehender kühler Morgen, als ich hier im vergangenen Frühsommer 1953 die Wegskizze zeichnen wollte. Ich hatte vergessen am Vortag das Wetter zu beobachten. Man kann schon was darauf geben. Zum Beispiel, wenn ein Ostwind am Vortag weht, dann wird an dem darauf folgenden Tag, schönes Wetter. Bei Westwind gibt es feuchtes Schlechtwetter, Nordwind bringt Kälte und Südwind Regen. Wie gesagt ich rechnete mit einem kühlen Tag und zog deshalb meine Schaftstiefeln und eine warme Windjacke an. Aber gegen Mittag, als ich gerade die Wegskizzen um das Mitterwasser anfertigte, wurde es so heiß, ich hielt meine Windjacke und die Stiefel nicht mehr aus, so entledigte ich mich Ihrer, hing sie mir um die Schulter und ging barfuss in dem warmen Sandgrund. So wanderte ich unter dem Gehen zeichnend, die Sonnenbrille aufgesteckt, bis zum Gasthaus Christl. Noch nicht ganz dort angelangt, hörte ich eine Sonderdurchsage durch das Radio. Die Wirtin und einige Burschen saßen im Gastgarten und sahen mich kommen – die Durchsage lautete: Verlustanzeige. Ca. 40 jähriger Mann, mittelgroß ist abgängig, wird von seiner Frau gesucht, dürfte sich in der Umgebung von Linz herumtreiben. Als die Wirtin dies hörte, sagte sie indem sie auf mich schaute – "dös is a, da kimmt er." Mir gab es einen Riß, das ist stark, mich, den harmlos Zeichnenden für so einen zu halten. Ich merkte wohl, dass sie alle am liebsten hellauf gelacht hätten, aber unwillkürlich blickten sie mich alle so eigentümlich an, als dachten sie, man kann’s nicht wissen wer er ist. Barfuss, aber doch würdevoll, selbst das Lachen verbeißend, nahm ich abseits in der Gartenlaube platz. Eiligst kam der Wirt höchstpersönlich herbei und doch tastend und fühlend zu mir an den Tisch. "Nun, was ist gefällig" Herr? Heiß ist’s heut! Ich: Kann ich ein Viertel guten herben Roten haben? "O ja Herr, an Kalterer haben wir." Als er damit kam, sagte der Wirt, schönes Wetter heut, wenn es so bleibt wird’s heut noch zum Baden im See. Ich: "Ja, ja, das ist schon recht."

Ich wollte mich auf ein Gespräch nicht einlassen, um nichts vorzeitig von meinem Vorhaben zu verraten. Der Wirt kannte sich aus und ließ mich mit meinen Gedanken allein. Als ich den Gastgarten verließ, an den Burschen vorbei ging, wieder zeichnend, auf niemand achtend, sagte einer zu den anderen: "Was zeichnet der denn?" Wie gern hätt ich mich auf einen kleinen Diskurs mit ihnen eingelassen, aber ich hatte keine Zeit. Nun so war die Geschichte.

Wir wanderten an dem Großbauernhof nach dem Wirtshaus vorbei und da uns die Straße bis zum Pichlingsee sowieso nicht mehr auslässt, so will ich euch mein zweites Erlebnis von diesem Tag damals erzählen. Genau auf diesem Weg war es, als ich damals barfuss so weiter wanderte und einige Burschen an mir auf ihren Fahrrädern zum See vorbei fuhren, hörte ich wie einer sagte. "Das war ein Wandersbursch." Was, ein Wanderbursch bin ich? Nun auch gut. Die Gegend ist noch ziemlich einsam, warum sollte ich bei dieser Hitze die Stiefel anziehen. Es vergingen keine 5 Minuten, als schon wieder einige Burschen auf ihren Fahrrädern mir entgegen kamen.

Nun, ich bin ja ein Wandersbursch und als solcher ist es angebracht, nach den Weg zu fragen. Gedacht getan. "He Burschen" rief ich den mir nahe kommenden jungen Männern entgegen. Könnt ihr mir sagen, hab’ ich noch weit nach Barcelona? "Ja" riefen sie fast zugleich und lachten hellauf. "So ein Hund" hörte ich einen noch unter dem Gelächter sagen. Drollig, was? Nun wenn man so plaudert, vergeht die Zeit schnell und schon nähern wir uns dem eigentlichen Badeziel dem Pichlingsee. Es ist jetzt 12.30 Uhr und das Wasser hat schon die richtige Badetemperatur. – Kommst du im Winter hieher, kannst du Eisstockschießen, Eislaufen, oder mit dem Fahr- oder Motorrad über den See fahren. Kommst du aber mit dem Schlitten, musst du dir zwei Stöcke mit je einer Eisenspitze daran mitnehmen, dann kannst du dich selbst herrlich über den See tauchen, wie sie es am Königsee in Bayern schon seit eh und je machen. Am Königsee gibt es herrlich ausgepolsterte Viererschlitten. Dieselben werden von je zwei geschulten Männern mit langen Stöcken samt den Fahrgästen über den See geschoben. Pro Person kostet so eine Überfahrt 3 Mark. Die Eisdecke des Pichlingsees hatte fast über seine ganze Fläche im Winter 1953/54 eine durchschnittliche Stärke von 40 cm. Traurig und sehnsuchtsvoll, standen manchmal Fischer an dem Seeufer und warteten bis die Frühlingssonne die Eisdecke schmilzte. Dafür ist bei diesen Männern die Wetterunbi?den nicht fürchten, die Freude um so größer, wenn die Frühlingssonne ihnen wieder zeitlich in der Früh in die glücklichen hoffnungsvollen Augen strahlt. Also wir sind heute zum Baden ausgeflogen und verzaubern den Wintersee zu einem Sommersee. Wir suchen uns vor allem ein nettes Ruheplatzerl aus.

 

Am besten geschäh’ dir,

Du legtest dich nieder,

Erholtest im Kühlen

Ermüdete Glieder,

Genössest der immer,

Dich meidenden Ruh!

Wir säuseln, wir rieseln,

Wir flüstern dir zu.

Dein starrer Sinn, will sich nicht beugen

Bedarf es weit’ers dich zu überzeugen!

Die Welle beugt sich jedem Winde gern,

Doch hält sie sich vom schroffen Felsen fern.

Goethe

 

Also schroffe Felsen sind hier keine. Langsam bringen wir einen Schabernack in die Wasserromantik und verändern den nüchternen Alltag. Ein spielerisches Treiben beginnt. Wasserbälle werden aufgeblasen und plötzlich sind wir mitten in das lustige Badestrandleben verwickelt. Eine Badenixe, schrieb an eine Linzer Tageszeitung: "Bin Naturfreundin, ersehne Begegnung mit lieben, feinsinnigem Menschen (40 bis 50 Jahre) dem ich alles werden darf: er soll Schwimmer sein, Wälder, Tiere und Blumen so sehr lieben wie ich und mit Musik und allem Schönen tief verbunden sein. Bin 31 Jahre, dunkler Typ, besitze Herz und Gemüt und ein angenehmes Äußeres."

Bildzuschriften unter "Dein bester Kamerad." Ja ja liebe Männerwelt hier findet ihr die anmutigsten Geschöpfe Manche Freundschaft wurde hier schon geschlossen und mancher Seelenschmerz findet hier Kühlung. Plaudernde Gruppen, strahlende Augen. Manch reizendes Lächeln huscht um die Lippen einer lieblichen Frauengestalt, wenn so ein Laff sich in sie vergafft.

 

"Wer nur das Wirkliche gelten lässt,

an der Sehnsucht nach dem Unmöglichen

keine Freude findet und nie eine Minute

übrig hat, um sie an einem schönen

Traum zu verschwenden – wie arm ist der!"

Ganghofer

 

Einer aus unserer Badeausflugsgruppe erzählte: Die Mädchen in Griechenland sind sehr schön, worauf Gretis’ Mann, der Ernstl, erwiderte:

"Da brauch’ ich net roasen,

Komm billiger draus,

Mein Schatzerl im Badeanzug

Schaut griechisch gnua’ aus."

Heute haben wir die seltene Gelegenheit, hier ein Segelboot zu sehen, das man in einem Auto hieher gebracht hat. Schlauchboote und Schwimmmatratzen gibt es ja manchmal mehrere hier. Singende Gruppen, spielende Koffergrammophone hört man, andere vertreiben sich die Zeit mit Kartenspielen. Aus einem Familienzelt hört man Kinderweinen, weil Mutti sicherlich auch einmal schwimmen gegangen ist. Hier lebt ein gesundes Volk in kunterbunter Geselligkeit, in der Freiheitsluft an dem See. Ein Lüftchen säuselt durch die Weidensträucher, denn es ist Abend geworden und langsam wird es ruhig um den See. In südlicher Richtung verlassen auch wir den See und wandern am Queckteich vorüber. Die Libellen sind noch nicht müde.

 

Sommerstille

"Sonnenstille – fernes Blitzen,

nur des Baches lebendige Quelle

streift die feinen Flügelspitzen

einer schwirrenden Libelle."

 

Unser jetziges Ziel, ist die Florianerbahn-Haltestelle-Pichlingsee. Wir wandern heimwärts, an grünen, blumigen Wiesen und goldenen Ährenfeldern vorbei an deren Rändern uns rote Mohnblumen und Kornnelken in der Abendsonnenglut grüßen. Im letztern Abendstrahl, steigt noch eine Lerche hoch zu einem letzten frohen Gesang, bevor sie sich zur Ruhe begibt.

ENDE

 

 

SPORTHAUS

Texl u. Schölm

Linz / Donau, Landstraße 62

Camping und Zeltverleih

 

Die bisher erschienenen Bändchen

Pöstlingberg Waldspaziergang

Komm mit mir in die Gründbergwälder

Wegplanskizze vom Pfenningberggebiet

 

Die bisher erschienenen Bändchen und Wegskizzenpläne sind in der Buchhandlung Neugebauer, Linz, Landstraße 1, um 3 Schilling pro Band zu haben.

<<<zurück