Oktober 1968

Knapp an einer Katastrophe vorbei

Militärflugzeug stürzte über einer Siedlung ab

 

„Was menschenmöglich war, ist geschehen!“ sagte uns Geschwaderkommandant Oberstleutnant Bleckl, den wir auf dem Flughafen Linz-Hörsching mit den beiden abgesprungenen Piloten Brückner und Witeschnik sprachen. „Wir sind froh, dass unseren beiden Piloten nichts geschehen ist und dass auch beim Aufprall keine größeren Schäden auf zivilem Sektor eintraten!“

 

Lackfabrik neben Aufschlagstelle

Mann muss nämlich bedenken, dass die Maschine nicht nur eines der Siedlungshäuser hätte treffen können, sondern dass sich auch etwa hundert Meter von der Absturzstelle entfernt die Lackfabrik Ludwig Christ befindet, die in unterirdischen Tanks hochexplosive Verdünnungsmittel und Lacke gelagert hat. Ein Aufschlag hätte katastrophale Folgen haben können.

 

Plötzlich fiel Triebwerk aus

Die Düsentrainer-Maschine „Vampire“ war seit 9.40 Uhr auf einem Übungsflug im Raum Salzburg-Klagenfurt-Graz und Wien unterwegs, als die beiden Piloten knapp vor der Landung im Heimathafen Linz-Hörsching plötzlich am Instrumentenanzeiger einen starken Abfall der Drehzahl feststellten. „Sind in 8.000 Meter Höhe, haben Triebwerkstopp, wir steigen aus!“ meldete Leutnant Brückner als verantwortlicher Pilot.

 

Rasche Hilfsaktion

Leutnant Witeschnik hatte dreimal versucht, mit allen möglichen Mitteln das Triebwerk wieder anzulassen. Als dies nicht glückte, entschloss sich Leutnant Brückner, der als „Rechtssitzender“ keine Möglichkeit einer Handhabung mehr besaß, als erster auszuspringen, wenige Sekunden später – man hatte noch keine Bodensicht – folgte Leutnant Witeschnik, der noch versucht hatte das Fugzeug in südliche Richtung abzusteuern.

Die Alarmnachricht vom Absturz löste rascheste Hilfsaktionen aus. Es raste die speziell ausgestattete Feuerwehr des Linzer Flughafens zur Absturzstelle, in Hörsching starteten zwei Militärhubschrauber, es eilten auch die Linzer Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Pichling herbei. Eine Bewohnerin der Siedlung hatte dankenserterweise ebenfalls die Feuerwehr Linz alarmiert.

 

Aussteigen klappte

Fliegerarzt Oberleutnant-Arzt Doktor Kretz untersuchte die beiden Piloten, die mit einem Hubschrauber zum Flugplatz zurückgebracht worden waren und konnte bestätigen, dass beide Piloten völlig unversehrt sind. Die Schleudersitze haben ausgezeichnet funktioniert.

„Ich glaube gefühlt zu haben, dass es mich zweimal herumgeschleudert hat“, sagte Leutnant Witeschnik. Dann funktionierte gleich das Fallschirmsystem. Die beiden Piloten, sie sind beide verheiratet und kinderlos, wurden von den Flugkameraden in Hörsching zur heilen Landung nach dem folgenschweren Maschinenschaden beglückwünscht. „Sobald wir Gelegenheit haben, fliegen wir wieder“, sagten uns die beiden Fliegerleutnants.

 

Der erste Unfall

Wie uns Geschwaderkommandant Oberstleutnant Bleckl mitteilte, sind seit dem Jahre 1957 „Vampire“ (von denen es derzeit in Hörsching acht Maschinen gibt) im Einsatz. Es gab bisher mit diesen Maschinen keinen Unfall.

Die De-Havilland-115-Vampire besitzt einen Wert von rund 2,5 Millionen Schilling und hat eine Leistung von etwa 700 Stundenkilometern.

 

Augenzeugen berichten

Wie die zahlreichen Augenzeugen des Absturzes – sie arbeiteten zum Teil im Freien – berichteten, ist die nach dem Ausstieg der Piloten steuerlos gewordene Maschine aus Richtung Pichling auf die Ortschaft Ufer zugerast, indem sie mehrmals die Höhe änderte, und stürzte neben den Häusern zu Boden. Zahlreiche Zeugen wollen auch gesehen haben, dass die Maschine bereits in der Luft brannte, doch dementierte dies Geschwaderkommandant Oberstleutnant Bleckl an Ort und Stelle. Die Bewohner der umliegenden Häuser waren, als wir zur Unfallstelle kamen noch völlig schockiert, mehrere Frauen und Kinder weinten – sie konnten das alles gar nicht fassen.

Die Trümmer des Flugzeuges lagen in ihren Gärten weit verstreut umher, und es kann wieder nur von großem Glück gesprochen werden, dass dabei niemand ernstlich verletzt wurde.

Einer der beiden betätigten Schleudersitze schlug in das Dach des Hauses Traundorfer Straße 122 wie eine Bombe ein und wurde von dort in den Hof geschleudert, wo nicht einmal zwei Meter daneben der 38 Jahre alte Adolf Martschini stand und wegen des abnormen Motorenlärms gegen den Himmel blickte. Der zweite Schleudersitz bohrte sich im Garten des Hauses Oidenerstraße Nr. 101 in den Boden.

Riesige Rauchwolke – Feuer

Unmittelbarer Augenzeuge des Flugzeugabsturzes war Friedrich Stadlinger (66), Amtsrat in Ruhe, der im Garten seines Hauses mit zwei Wasserkübeln ging, als die Vampire knapp über ihm flog und etwa 30m weiter zu Boden stürzte. Friedrich Stadlinger konnte nach dem Aufprall überhaupt nicht sehen, da eine riesige Rauchwolke und greller Feuerschein jegliche Sicht nahmen. Er verschanzte sich vorerst inter dem Haus, da er eine weitere Explosion befürchtete. Rund um ihn prasselten die Flugzeugtrümmer zu Boden.

Einen argen Schreck jagte es auch der Hausfrau Leopoldine Wimmer ein, als einer der Schleudersitze mit lautem Krach im Garten einschlug.

Vorerst dachte sie die Buben hätten wieder einmal etwas angestellt, als sie aber den Schleudersitz erblickte, lief sie schnell zum Kaufmann Otto Sommerhuber (47), Oidenerstraße 90, und teilte ihm den Vorfall mit. Inzwischen war bei ihm auch eine Auto, in dem sich neben zwei Schmiedegesellen auch einer der Piloten befand, eingetroffen. Der in voller Montur erschienene Flieger ersuchte Telefonieren zu dürfen und zündete sich hastig eine Zigarette an. Kurz darauf kreisten zwei Hubschrauber über de Meldeort. Der Pilot machte sich durch eine Leuchtkugel bemerkbar, worauf er von einem der Hubschrauber an Bord genommen wurde.

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